Eine der grundlegendsten Pflegemaßnahmen im Garten ist das Rasenmähen. Korrekt ausgeführt, ist es ein natürlicher Weg, um eine gesunde und dichte Grasnarbe zu schaffen. Regelmäßiges Kürzen des Rasens auf die richtige Länge fördert die Entwicklung gesunder Wurzeln. Es hilft auch, in Trockenperioden Wasser zu speichern und so die grüne Farbe des Grases länger zu erhalten.

Um den Traum-Effekt eines dichten, saftig grünen Teppichs zu erzielen, müssen wir jedoch ein paar einfache Regeln befolgen. Wichtig sind Aspekte wie die Schnitthöhe der Halme, die Häufigkeit des Mähens, der Typ des Rasenmähers und die Verwertung des Schnittguts. Schließlich kann falsches Mähen mehr schaden als nützen!

Die richtige Höhe und Häufigkeit des Mähens

Viele Menschen glauben, dass ein sehr kurzer Schnitt das schnelle Nachwachsen verhindert, sodass sie seltener mähen müssen. In Wirklichkeit kann dies nur die Entwicklung von Rasenschädlingen wie Moos und Unkraut begünstigen. Entgegen der Annahme fördert ein „höheres“ Mähen ein langsameres Wachstum des Grases. Du solltest ihn nicht kürzer als 50 mm mähen. Zudem solltest du nie mehr als 1/3 bis 1/2 der Gesamtlänge der Halme abschneiden.

Die Regeln für richtiges Mähen sind sehr einfach

  • In Zeiten moderater Temperaturen (von April bis Mai sowie von September bis Oktober) mähe nicht kürzer als 40 mm, etwa auf zwei Fingerbreit.
  • In Zeiten hoher Temperaturen und Wassermangel (von Juni bis August) mähe nicht kürzer als 50-60 mm, auf etwa drei Fingerbreit.

Um den Rasen in idealem Zustand zu halten, mähst du ihn am besten zweimal pro Woche. Wenn du jedoch eine langsam wachsende Grassorte hast, kannst du dich einmal pro Woche darum kümmern. Denk aber daran, diese Tätigkeit nicht zu vernachlässigen, da du nicht zulassen solltest, dass das Gras blüht. Wenn es passiert, dass du einen Durchgang verpasst und das Gras zu hoch gewachsen ist, kürze es nicht radikal. Es ist besser, das Mähen nach 2-3 Tagen zu wiederholen, als es zu stark abzuschneiden.

Mähertyp

Es gibt viele Arten von Mähern auf dem Markt: manuelle, elektrische und benzinbetriebene, Traktoren, automatische Mähroboter. Am beliebtesten sind die traditionellen Modelle. Die Wahl des idealen Mähers wird jedoch durch die Fläche bestimmt, auf der er arbeiten soll. Das hängt natürlich von der Größe des Rasens ab, aber auch vom Budget und den Vorlieben des Nutzers.

Generell sind Sichelmäher besser für Hausgärten geeignet, da sie pflegeleichter sind und auch auf unebenen Rasenflächen gut funktionieren. Spindelmäher sind besser für perfekt ebene Rasenflächen und für empfindlicheres, hochwertigeres Gras geeignet.

Eine universelle Regel für alle Mäher besagt, dass die Messer perfekt geschärft sein sollten. Andernfalls werden sie die Halme, statt sie sauber abzuschneiden, zerreißen, und die Spitzen werden vertrocknet, vergilbt und ungleichmäßig sein. Zudem kann eine stumpfe Klinge schwächer verwurzelte Büschel herausreißen.

Wenn du weitere Informationen benötigst, schau dir unbedingt unseren Artikel über die Wartung des Rasenmähers an!

Rasenmähen

Dünger aus Gras

Was tun mit dem Gras, das beim Mähen übrig geblieben ist? Wirf es nicht weg, sondern verarbeite es zu Kompost! Das ist ein sicherer, ökologischer und im Grunde kostenloser Dünger. Du kannst damit den Rasen düngen, den Gemüsegarten oder Blumenbeete mulchen. Denk daran, das Gras nicht direkt nach dem Mähen auf den Komposter zu werfen. Am besten lässt du es vorher 2-3 Tage antrocknen. Ebenso wichtig ist es, den Komposter schichtweise aufzubauen: abwechselnd Schichten aus nasser und trockener organischer Substanz. Zum Beispiel ist gemähtes Gras nasse Substanz, während trockene Blätter, Zweige oder Stroh trockene Substanz sind. Wichtig ist auch, für eine ausreichende Luftzirkulation im Kompost zu sorgen. Daher lohnt es sich, am Boden des Komposters eine Drainage aus trockenen Stöcken anzulegen. In Kompost, der über einen Zeitraum von 6-12 Monaten gelagert wird, verschwinden alle Rückstände von Unkrautvernichtungsmitteln, wodurch der Kompost sicher für die Verwendung in Blumenbeeten oder an Rabatten wird.

Eine gute Möglichkeit, Grasschnitt zu nutzen, ist auch das Mulchen. Dies bewährt sich jedoch bei Rasenflächen, die häufig, alle paar Tage, gemäht werden. Die liegengebliebenen Halme sollten jung und fein sein, um schnell zu verrotten. Wenn sie auf dem Rasen zerfallen, bilden sie einen natürlichen und ökologischen Dünger. Für diesen Zweck eignet sich am besten ein Mäher mit einem Satz zusätzlicher Messer zum Zerkleinern des Grases.

Unsere Tipps

Natürlich haben wir oben nur die wichtigsten Regeln vorgestellt. Wir geben dir noch ein paar weitere Tipps, damit das Rasenmähen korrekt und sicher abläuft.

  • Fülle den Mäher niemals auf dem Rasen mit Kraftstoff auf, tu dies im Hof oder auf dem Weg.
  • Reinige und entferne nach dem Gebrauch immer Grasreste von der Unterseite des Mähers. Trenne immer das Zündkerzenkabel, bevor du die Maschine entleerst oder direkt an den Messern arbeitest. Wenn du einen Elektromäher benutzt, stelle sicher, dass er nicht an die Stromversorgung angeschlossen ist!
  • Schleife oder wechsle die Messer regelmäßig.
  • Halte deinen Rasen auf der je nach Jahreszeit empfohlenen Länge geschnitten.
  • Entferne Schnittgut immer gründlich. Reste auf dem Rasen fördern die Filzbildung, was wiederum Moos begünstigt.
  • Mähe den Rasen jedes Mal in eine andere Richtung.