Rasen nachsäen – so verdichtest du deinen Rasen
Bereits einige Jahre nach der Rasenanlage nimmt die natürliche Regenerationsfähigkeit der Narbe drastisch ab. Schwache Halme kommen gegen starkes Unkraut und Krankheiten nicht an. Daher ist das jährliche Nachsäen von Rasen eine der besten Methoden für einen dichten, kräftigen und saftig grünen Rasen.

Die Rasenverdichtung ist eine Pflegemaßnahme, bei der Rasensamen auf die bestehende Grasnarbe ausgebracht werden, ohne diese umzugraben. Es ist ein einfacher Weg, um Lücken in deinem Rasen zu füllen, seine Dichte zu verbessern, die Artenvielfalt zu erhöhen und die Farbe zu optimieren. Wenn dein Rasen alt oder „müde“ aussieht, der Düngebedarf steigt oder Krankheiten auftreten, ist er der ideale Kandidat für diese Maßnahme. Regelmäßiges Nachsäen gleicht den natürlichen Rückgang der Reproduktionsfähigkeit eines alten Rasens aus. Du wirst von dieser Maßnahme vielfach profitieren. Dein Rasen wird schön, dicht und saftig grün. Zudem kann sich dichter Rasen besser gegen Unkraut behaupten, wenn du für die richtige Schnitthöhe sorgst. Zusätzlich zeigt eine starke und gesunde Grasnarbe eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.

Uneinheitlicher Rasen – Ursachen des Problems
Ein alter Rasen stirbt ab oder verschlechtert sich aus vielen verschiedenen Gründen. Oft besteht eine ältere Grasnarbe aus verschiedenen Grassorten, die heute gar nicht mehr verwendet werden. Diese sind meist anfälliger für moderne Krankheiten und benötigen mehr Dünger. Zuerst muss man jedoch das Problem des Rasenverfalls genau analysieren. Der Rasen will nicht wachsen? Das kann an Faktoren liegen wie:
- schlechte Bodenverhältnisse
- schlechte Entwässerung
- Bodenverdichtung
- mangelnde Bewässerung
- wenig Nährstoffe
- schlechte Belüftung
- zu wenig Sonnenlicht
- Rasenfilz
- falsche Rasenmischung
- allgemeine Vernachlässigung.
Eine Portion frischer Samen hilft dir, das Aussehen lichter Stellen zu verbessern oder ganz kahle Stellen aufzufüllen.
Vorteile der Rasennachsaat
Der Hauptvorteil dieser Maßnahme ist das Auffüllen von Lücken, Ausdünnungen und kahlen Stellen im Rasen. Dies steigert die Ästhetik deines Gartens erheblich. Das Aussäen neuer Samen und Rasensorten erhöht die Vielfalt deines Rasens. Dadurch wird er widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Schädlinge und schwierige Bedingungen wie Dürre, intensive Nutzung oder Schatten. Zudem ist eine fachgerecht durchgeführte Nachsaat eine Pflegemaßnahme, die bei der Bekämpfung von Moos hilft.
Wann ist die beste Zeit für die Nachsaat? Die beste Jahreszeit dafür ist das Frühjahr, wenn die Sonne noch nicht zu stark brennt. Der Rasen sollte nach dem Winter von Blättern, Stöcken und Filz befreit werden. Daher führst du die Nachsaat am besten nach dem Mähen, Vertikutieren und Aerifizieren sowie zusammen mit dem Besanden durch. So pflegst du den Zustand deines Rasens ganzheitlich, damit er die ganze Saison über dicht und schön bleibt. Vergiss ausgetrocknete, lichte und beschädigte Grasnarben!

Wie verdichtet man den Rasen?
Der Schlüssel zur schnellen Verdichtung des Rasens nach der Nachsaat sind Pflege und Geduld. Eine richtig durchgeführte Nachsaat trägt zur Gesundheit und Schönheit deines Rasens bei. Zudem reagiert er dadurch positiver auf Mähen, Wässern und Düngen. Je nach Bedingungen und Samenmischung sollte die Keimung nach 14 – 21 Tagen beginnen, sofern die Feuchtigkeit sowie die Boden- und Umgebungstemperatur stimmen. Der Rasen ist nach etwa 8 – 12 Wochen fertig.
Die richtige Bewässerung ist entscheidend für eine erfolgreiche Rasenverdichtung. Die Grundregeln für das Gießen nach der Nachsaat lauten wie folgt:
1. Gründliches Wässern direkt nach der Nachsaat, damit alle Samen dort landen, wo sie sein sollen – am besten spülst du die Samen mit einem mäßigen Wasserstrahl aus einer Spritzpistole ein, manuell, Stelle für Stelle!
2. Bis zur Keimung (14 – 21 Tage) gießt du die Samen täglich vorsichtig und befeuchtest die oberste Bodenschicht (ca. 2–3 cm) mäßig.
3. Nach der Keimung reduzierst du die Häufigkeit des Gießens etwas, erhöhst aber die Wassermenge. Gieße 2–3 Mal pro Woche so, dass 5–10 cm des Bodens, auf dem der neue Rasen keimt, bewässert werden, damit die Feuchtigkeit tiefer reicht und die Graswurzeln somit tiefer in den Boden wachsen.
4. Nach der Einwurzelung des Rasens gießt du bereits nach den Empfehlungen je nach Grasart und Wetterbedingungen. Benötigst du konkrete Tipps zum Gießen des Rasens? Du findest sie hier!