Die Gartenmaßnahme des Rasenbesandens besteht darin, die Oberfläche mit einer Schicht einer speziellen Mischung zu bestreuen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Bodens zu verbessern. Das Besanden bringt jedoch noch mehr Vorteile! Daher solltest du diese Maßnahme bei der saisonalen Rasenpflege nicht vernachlässigen.

Welche weiteren Vorteile bietet das Besanden? Wenn du es einmal pro Saison durchführst, sorgt es für eine bessere Bewurzelung und erhöht die Dichte der Grasnarbe. Es ist auch eine gute Methode, um kleine Unebenheiten und Vertiefungen auf einem unebenen Rasen „auszugleichen“. Darüber hinaus erhöht es die Durchlässigkeit des Untergrunds und erleichtert so das Eindringen von Wasser, Luft und Rasendünger. Ein Rasen nach dem Besanden bietet bessere Bedingungen für die Wurzelentwicklung.

Sandmischung und Bodenart

Das Besanden des Rasens ist das Bestreuen der Grasnarbe mit einer dünnen Schicht (ca. 3-5 mm) verschiedener Materialien, z. B. Flusssand gemischt mit Erde, Ton, Torf und anderen Zusätzen wie Kreide oder Kompost. Die Art der Mischung und ihre Proportionen hängen von der Bodenstruktur ab, auf der dein Rasen wächst. Jede Sandmischung sollte individuell nach den Bedürfnissen des Rasens vorbereitet werden. Verwende nur geprüfte Substrate, die frei von Verunreinigungen und Unkraut sind. Auf sandigen Böden verwenden wir eine Mischung, die reich an Torfsubstrat und Ton ist, und auf schweren, lehmigen Böden umgekehrt – mit einem überwiegenden Anteil an Sand der entsprechenden Körnung und Art.

Besanden des Rasens

Einfluss der Maßnahme auf den Boden

Eine richtig gewählte Sandmischung ist der Schlüssel zur effektiven Verbesserung der Bodeneigenschaften. Bei sandigem Untergrund verbessert sie dessen Wasserspeicherfähigkeit, wodurch dein Rasen widerstandsfähiger gegen Dürre wird. Wenn der Boden hingegen lehmig ist, hilft sie, den verdichteten Boden aufzulockern – sie verbessert die Drainage und bietet den Wurzeln bessere Entwicklungsbedingungen. Ein weiterer Vorteil des Besandens ist das Ausgleichen kleiner Unebenheiten des Rasens, indem alle kleinen Vertiefungen (bis zu 15 mm) aufgefüllt werden. Das Besanden regt den Rasen an, neue Grastriebe zu bilden, was zur Verdichtung des Rasens führt und bei der Bekämpfung von Unkraut und Moos hilft.

Sandmischung

Ablauf des Besandens

Das Besanden des Rasens ist eine unkomplizierte Gartenmaßnahme. Bei einem kleinen Rasen kannst du dies manuell erledigen. Das Besanden mit Schubkarre, Schaufel und Harke bewährt sich jedoch bei größeren Flächen nicht. Es ist sehr wichtig, die Schicht der Sandmischung gleichmäßig zu verteilen, mit einer Höhe von nicht mehr als 5 mm. Um dies korrekt durchzuführen, ist ein spezielles Gerät erforderlich.

Wenn du die besten Ergebnisse erzielen willst, solltest du das Besanden nach dem Vertikutieren und Aerifizieren durchführen – die Mischung aus Sand, Torfsubstrat und Ton gelangt so schneller in den Boden und füllt die beim Belüften entstandenen Löcher auf. Je nach Rasentyp verwenden wir eine Dosis von 3-5 kg Mischung pro 1 m², was bis zu 500 kg pro 100 m²/1 Ar entspricht.

Besanden

Wann sollte man den Rasen besanden?

Es gibt keine strengen Anforderungen an den Zeitpunkt. Du kannst es im Grunde das ganze Jahr über durchführen. Rasenflächen auf nährstoffarmen Böden sollten einmal im Jahr mit einer Mischung besandet werden, die reicher an Torfsubstrat ist, was die Bodenqualität erheblich verbessert. Rasenflächen auf hochwertigen Böden, die reich an organischen Stoffen sind, benötigen kein jährliches Besanden. Wenn du jedoch die besten Ergebnisse erzielen willst, kannst du regelmäßig einmal im Jahr besanden – am besten im Herbst ab September – dann haben die Gräser die beste Fähigkeit zur Bestockung. Dadurch schaffst du deinem Rasen optimale Entwicklungsbedingungen.