Rasendüngung
Nach dem Mähen ist die Rasendüngung die wichtigste, aber auch oft vernachlässigte Pflegemaßnahme. Sie ist für das richtige Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen unerlässlich, denn nur gut versorgte Pflanzen sorgen für einen dichten, gleichmäßigen und elastischen Rasen. Eine vollständige Düngung fördert die Bestockung der Gräser sowie die Wurzelentwicklung.

Damit die Düngung jedoch korrekt abläuft, benötigen wir nicht nur Wissen über die Wirkung bestimmter Rasendünger. Ebenso wichtig ist die Frage, was dein Rasen eigentlich braucht. Nur auf Basis einer detaillierten Analyse lassen sich die Bedürfnisse der Pflanzen an einzelnen Nährstoffen genau bestimmen. Düngemittelempfehlungen liegen den Analyseergebnissen meist bei, und ihre Befolgung bringt bessere Resultate als das Düngen „nach Gefühl“. Wie lässt sich das prüfen? Am besten schickst du eine Bodenprobe an ein Fachlabor. Dort wird sie auf das Vorhandensein bestimmter Substanzen untersucht. Auf Basis der gewonnenen Informationen lässt sich die optimale Rasendüngung festlegen.
Dünger — Charakteristik
Düngemittelempfehlungen helfen dir, Fehler bei der Nährstoffversorgung des Grases zu vermeiden und unterstützen seinen Mineralstoffhaushalt. Ein häufiger Fehler ist die Düngung mit nur einem Inhaltsstoff – Stickstoff. Nach einer kurzzeitigen Verbesserung des Aussehens lockert sich die Grasnarbe auf. Einige Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium oder Phosphor werden von den Pflanzen in großen Mengen aufgenommen, sodass ihr natürlicher Vorrat im Boden am schnellsten erschöpft ist. Eine Düngung muss, wenn sie vollständig sein soll, alle fehlenden Komponenten liefern. Daher lohnt es sich, die Auswirkungen der Grundnährstoffe auf das Gras kennenzulernen.
Stickstoff
Er ist das grundlegende Element, das für das Pflanzenleben unerlässlich ist. Sein Mangel führt zu Wachstumshemmung und Gelbfärbung der Blätter. Zudem sind Pflanzen mit Stickstoffmangel weniger resistent gegen Trockenheit und Trittbelastung. Ein mit diesem Nährstoff gedüngter Rasen ist während der gesamten Vegetationsperiode dunkelgrün, sofern er systematisch bewässert wird. Darüber hinaus bestocken sich Gräser unter dem Einfluss von Stickstoff stärker. Eine Überdüngung ist jedoch sehr gefährlich, da sie eine zu üppige Vegetation verursacht. Anfangs sieht der Rasen hervorragend aus, später wird die Grasnarbe dünn, ist anfällig für Krankheiten und es breitet sich viel Unkraut aus.
Phosphor
Er ist ebenfalls ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Sein Mangel führt zu Wachstumshemmung, da er für Stoffwechselprozesse benötigt wird. Besonders vorteilhaft wirkt er sich auf die Entwicklung des Wurzelsystems aus, was dazu führt, dass die Pflanze mehr Nährstoffe aufnehmen kann. Zusätzlich erhöht Phosphor die Widerstandsfähigkeit der Gräser gegen Trockenheit, Frost und viele Krankheiten.
Kalium
Es ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Pflanzenernährung. Es beeinflusst maßgeblich das Wachstum und die Bestockung der Gräser und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Trockenheit, Frost und bestimmte Krankheiten. Zudem steigert es die Belastbarkeit des Grases gegenüber mechanischer Beanspruchung und reguliert den Wasserhaushalt.
Magnesium
Es ist ein für alle Pflanzen lebensnotwendiges Element, vor allem weil es Bestandteil des Chlorophylls ist. Magnesium verbessert die Farbe des Grases sowie seine Gesundheit. In der Regel macht sich ein Mangel nur auf leichten und sandigen Böden bemerkbar.
Calcium
Es beeinflusst die Pflanzen nicht nur direkt als wichtiger Nährstoff, sondern auch indirekt, indem es bestimmte Bodeneigenschaften verbessert. Es optimiert die Bodenstruktur und erleichtert die Aufnahme anderer Nährstoffe.
Wann den Rasen düngen?
Wir kennen nun die Wirkung der gängigsten Düngemittelkomponenten. Doch wann sollte die Rasendüngung durchgeführt werden? Idealerweise geschieht dies drei- oder viermal pro Saison. Das Düngungsprogramm unterteilt man am besten in vier Etappen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
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Ursprünglicher Preis war: €25,00€12,45Aktueller Preis ist: €12,45.I. Etappe: Vorfrühling
Die erste Düngung sollte im Vorfrühling erfolgen, am besten im Zeitraum von März bis April. Der Boden sollte aufgetaut und der Rasen gemäht sowie von winterlichen Überresten wie Blättern oder Zweigen befreit sein. Wenn der Rasen in schlechtem Zustand ist, weil sich eine Filzschicht gebildet hat, solltest du ihn aerifizieren, also belüften, sowie vertikutieren. Bei der ersten Düngung lohnt es sich, ein stickstoffreiches Produkt zu verwenden, um das Graswachstum zu stimulieren. Setze auch auf Kalium, das die Bewurzelung des nach den Wintermonaten geschwächten Grases positiv beeinflusst.
II. Etappe: Frühsommer
Die nächste Maßnahme empfiehlt sich im Juni oder Anfang Juli. Bei der Sommerdüngung ist darauf zu achten, diese nicht während Trockenheit, Hitze oder direkt nach dem Regen durchzuführen. Dies ist die letzte Gelegenheit für den Einsatz stickstoffreicher Mittel! Wenn dein Rasen jedoch saftig grün und üppig ist, solltest du den Fokus auf langsames Wachstum, Wurzelentwicklung und Rasendichte legen. Zu diesem Zweck können Präparate verwendet werden, die reich an Eisen und Kalium sind.
III. Etappe: Spätsommer
Der Jahreswechsel von August auf September ist die Zeit, in der wir langsam an den nahenden Winter denken. Daher solltest du keine Stickstoffdünger verwenden, die ein intensives Wachstum des Grases bewirken. Setze stattdessen auf Produkte, die reich an Phosphor, Magnesium und Kalium sind, da sie die Widerstandsfähigkeit des Grases stärken und seine Farbe verbessern. Beobachte deinen Rasen in dieser Zeit genau auf Moosbildung, da dieses Problem oft nach einer warmen und feuchten Periode auftritt.
IV. Etappe: Herbst
Der Oktober ist die Zeit, in der du deinen Rasen für den Winter absichern solltest. Verwende daher Präparate mit einem erhöhten Anteil an Kalium und Phosphor sowie Eisen oder Kupfer. Diese Inhaltsstoffe sind für die Entwicklung eines starken Wurzelsystems unerlässlich und fördern die Bestockung. Dadurch wird dein Rasen kräftig und dicht, was ihm hilft, den Winter zu überstehen. Gleichzeitig wird er widerstandsfähiger gegen Frost, Trockenheit und Schneeschimmel.
Wie düngt man den Rasen?
Da du nun weißt, was und wann zu tun ist, bleibt noch die Frage, wie die Rasendüngung durchgeführt werden sollte! Es gibt ein paar universelle Regeln, die in jeder Phase der richtigen Rasenpflege wichtig sind.
- Erstens solltest du den Rasen immer im gemähten Zustand düngen und ihn von allen organischen Überresten wie Blättern, Grasschnitt oder Zweigen befreien.
- Düngemittel solltest du nicht nach Augenmaß dosieren. Auf diese Weise lieferst du nicht die optimale Menge der benötigten Nährstoffe, wodurch die gesamte Maßnahme ihren Zweck verfehlt.
- Am besten führst du die Düngung an einem bewölkten Tag durch, wenn der Rasen nicht von der Sonne aufgeheizt ist. Dünger, der während einer Trockenperiode oder in praller Sonne ausgebracht wird, kann das Gras verbrennen.
- Das zu düngende Gras sollte trocken sein. An feuchten Halmen können die Düngerkörner kleben bleiben, anstatt in den Boden einzudringen.
- Es lohnt sich, die Düngung vor angekündigtem Regen durchzuführen. So werden die Nährstoffe in den Boden eingespült und erreichen schneller die Rasenwurzeln. Falls kein Niederschlag in Sicht ist, solltest du den Rasen nach der Anwendung wässern.
- Dünger solltest du nicht per Handaussaat ausbringen! Dies ist eine sehr ungenaue Methode, da sie Streifen mit überdüngtem Gras und Stellen erzeugt, an denen das Mittel gar nicht angekommen ist. Der beste Weg ist die Nutzung eines Schleuderstreuers, der das Produkt gleichmäßig auf dem gesamten Rasen verteilt.
- Mineraldünger solltest du an einem trockenen Ort lagern, da sie Feuchtigkeit stark absorbieren. Schon der Kontakt mit geringen Mengen Wasser kann zum Verklumpen der Mischung führen, wodurch sie unbrauchbar wird!